Was ohne Moos los gemacht werden kann

Markt der Möglichkeiten: Geschäfte im Wert von 8000 Euro

Feilschen auf dem Markt: Auch Beatrix Rudloff (Tierheimhilfe Weimar), Tobias Hohmann (Garten-Zentrum Hohmann) und Rebekka König (Tierheimhilfe Weimar) kamen sich gestern bei der Veranstaltung in der VR Bank näher. Foto: Henry Sowinski

Weimar. (sw) Eine Leistung in Anspruch nehmen, ohne einen Cent dafür zahlen zu müssen? Wo gibt's denn sowas? Ganz klar: auf dem Marktplatz der Guten Geschäfte.

"Hier dürfen Sie am heutigen Abend alles, außer mit Geld um sich werfen" - so definierte der Moderator des gestrigen Abends, Paul-Andreas Freyer vom MDR, die einzige Spielregel des ausgefallenen Tauschevents, das dieses Jahr in der VR-Bank stattfand. Bereits zum fünften Mal trafen bei dieser von der Bürgerstiftung Weimar organisierten Veranstaltung zahlreiche Unternehmer und Gesandte gemeinnütziger Einrichungen aus Stadt und Region aufeinander, um ihre eigenen Dienste anzubieten, fremde zu beziehen oder um auf diesem Wege nützliche Kontakte knüpfen zu können. Insgesamt 19 Unternehmen und 21 Vereine nutzten gestern die Chance und buhlten mit einfallsreichen und vor allem bunten Methoden, wie Regenschirmen oder Verkleidungen versehen mit "Gesucht" und "Ich biete"-Zettelchen, um die Aufmerksamkeit der anderen Teilnehmer.

Mit einem Gong eröffnete Birgit Diezel, Landtagspräsidentin und Schirmherrin des Events, das Geschäftstreiben. Von chinesischen Kampf- oder Gesundheitskursen des Vereins Wu Dao aus Blankenhain, Bildungs-, Betreuungs- oder Freizeitangeboten des Mehrgenerationenhauses Weimar-West, kostenlosen Teilnahmen an Veranstaltungen des Lebenshilfe-Werks über Handwerkserzeugnisse bis zu Futterhäuschen vom Öko-Treff: Die Palette an Angeboten aber auch an Nachfragen, wie nach weiteren Partnern für die Kinder- und Jugendorganisation Leo Club, war groß. Über sogenannte Makler konnten die Teilnehmer sich vermitteln lassen, bei welchem Unternehmen oder Verein sie am besten fündig würden.

Das Resultat von 84 abgeschlossenen Übereinkünften, mit einem geschätzten Wert von 8315 Euro und 121 Arbeitsstunden, kann sich sehen lassen, sagte Stefanie Lachmann von der Bürgerstiftung. Die Behauptung "ohne Moos nichts los" trifft eben doch nicht immer zu.