Nicht ganz sauber, aber glücklich

Der Weimarer Kinder- und Jugendzirkus Tasifan lädt erstmals zu Abenteuern im Gelände ein. Drei Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst organisieren den Spaß

Von Sabine Brandt

Weimar. Kinder wollen laut sein dürfen, rausgehen, toben und sich dabei schmutzig machen. Das klingt banal. Ferdinand Hacke weiß das. Aber manchmal sind es die banalen Sachen, die sich am wenigsten von selbst verstehen.

Geländespiele, zum Beispiel, kommen kaum noch vor, weder in der Schule noch in den Familien. Darum haben sich Hacke und seine Kollegen Lorenzo Ginotti und Christina Große, die zur Zeit ihren Bundesfreiwilligendienst (BuFDi) bei Tasifan leisten, für das Himmelfahrtswochenende ein Projekt ausgedacht, das Kinder aus Weimar West, Nord und Schöndorf genau dazu verführen soll: draußen zu sein. Unterstützt wird es von der Bürgerstiftung.

Fünfzig Mädchen und Jungs - einige kennen den Kinderzirkus schon, andere kommen zum ersten Mal und sind darauf gespannt. Vormittags ist Akrobatik dran, nachmittags wird der Papiergraben erobert, wo Tasifan sein Zelt aufgeschlagen hat. Wer vor lauter Natur einen Frischluftschock erleidet, kann sich auch in den Näh- und Holzwerkstätten betätigen. (...)