Bürgerstiftungen helfen Kommunen

Geld ist für soziale und kulturelle Zwecke bestimmt, für die die Städte und Gemeinden nicht mehr zahlen können.

Von Diana Becht-Zwetkov

Mühlhausen. (...) Mit finanziellen Problemen kämpfen die Verantwortlichen in den Landratsämtern und Rathaussälen überall im Land. In der Folge müssen Volkshochschulen, Kunst- und Theaterwerkstätten, Schullandheime und Bäder Personal entlassen, an allen Ecken und Enden sparen oder ganz aufgeben.
Um das zu verhindern, haben sich inzwischen allein in Thüringen sieben solche Bürgerstiftungen gegründet - neben Mühlhausen u. a. in Jena, Weimar, Saalfeld und Altenburg. Kein anderes Land im Osten hat - pro eine Million Einwohner gerechnet - so viele Bürgerstiftungen wir der Freistaat, wie der Verein Aktive Bürgerschaft, der eine Art Dachverband der Bürgerstiftung ist, angibt. Allein in Thüringen betrage das Vermögen der Bürgerstiftungen 1,3 Millionen Euro.
Dass sich die Kommunen darauf verlassen, dass Bürger mit ihrem Geld zu Hilfe eilen, findet allerdings nicht überall nur Applaus. "Gerade in Sachen Kultur und Bildung kann es eigentlich nicht sein, dass sich der Landkreis aus seiner Verantwortung stiehlt" (...).

Thüringer Allgemeine, 19.01.2012