1500 Euro für den letzten Mist

Katze im Sack: Versteigerung für guten Zweck

"Die Katze im Sack" bot heitere Stunden im Cielo: Steffi und Dirk von "JustBrill! - Die Band ohne Band" waren die Conférenciers des Abends und sorgten dafür, dass die Bürgerstiftung Weimar um 1500 Euro reicher wurde. Foto: Maik Schuck

von Thorsten Büker

Weimar. Wunderbar: die Quarz-Wanduhr mit Kitschbild, die Porzellanpuppen oder der Schraubenzieher mit integrierter Taschenlampe. Menschen nehmen normalerweise vor solchen Geschenken Reißaus und Ehen zerbrechen daran. Nicht so bei der "Katze im Sack". Hier zahlten Mann und Frau sogar noch Geld dafür - die Verstigerung für einen guten Zweck spülte 1500 Euro in die Kassen.

"JustBrill! - Die Band ohne Band" hat die Versteigerung erfunden und sechs lange Jahre den Spaß auf Eis gelegt, bevor es am Samstag im Restaurant Cielo eine Fortsetzung gab. Die Idee: Unpassende Weihnachtsgeschenke, beziehungsweise die schlimmsten Geschenke der vergangenen Jahre los zu werden. Und weil die 180 Geschenke liebevoll verpackt waren, wusste keiner der Gäste, was er da ersteigern würde. Man kaufte quasi die "Katze im Sack": Dinge eben, die wir schon immer haben wollten, ohne es zu wissen.

"JustBrill!" sind Steffi und Dirk, die Conférenciers des Abends. Sie sangen, moderierten und sorgten dafür, dass die absurdesten Geschmacksverirrungen für ein Mindestgebot von fünf Euro an den Mann beziehungsweise die Frau kamen. Und vor allem Dirk quittierte manches mit staubtrockenem Humor. "Mir gefällt's. Ich hätte es auch verschenkt", sagte er angesichts der Quarzwanduhr. Der Maler Dieter M. Weidenbach ersteigerte ein "Paket für den Herrn": Thermobecher, Weisheiten über das menschliche Gravitationszentrum und eben den beleuchtbaren Schraubenzieher.

1500 Euro kamen am Ende zusammen, Geld, das der Bürgerstiftung Weimar zugutekommen wird. Vorstand und Stifter feierten im Cielo auch noch den elften Geburtstag der Stiftung.