Finanzminister Peer Steinbrück in Weimar

Die Klassiker Nudel der Bürgerstiftung kommt auch gut bei Peer Steinbrück an.

Zu einem Gedankenaustausch zum "Bürgerschaftlichen Engagement" traf sich der Bundesfinanzminister am Wochenende neben anderen engagierten Menschen aus der Region mit Vertreterinnen der Bürgerstiftung Weimar. Diskussionsstoff bot der gegenwärtig im Gesetzgebungsprozess befindliche "Gesetzentwurf zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements" – das Programm "Hilfen für Helfer". Der Minister informierte über den Stand der Diskussion in Berlin und die Grenzen des aktuell Machbaren aus seiner Sicht. Die Ehrenamtler, die einhellig die Gesetzgebungsinitiative zur Stärkung des Ehrenamts begrüßten, gaben dem Bundesminister auch einige Gedanken mit auf den Weg. So u.a. die Stärkung der gemeinnützigen Stiftungen durch die Anhebung der steuerlichen Absetzbarkeit von Zuwendungen von derzeit 307.000 EUR auf 1 Mio. EUR sei ein positives Signal. Nicht nur die jungen Bürgerstiftungen in Thüringen würden sich aber heute doch eher über Zuwendungen bis 5.000 EUR schon sehr freuen. Allein steuerliche Ansätze würden auch da nicht genügen, wo man versuchen müsse Menschen in schwierigen Lebenssituationen, wie insbesondere Langzeitarbeitslose, zu motivieren, sich in ihrer Gemeinde oder ihrem Stadtteil zu engagieren. Dabei ginge es nicht in erster Linie darum, vom Staat Geld für ehrenamtliches Engagement zu bekommen. Wichtig sei die Förderung einer zivilgesellschaftlichen Anerkennungskultur. Die vermehrte Vergabe von projektbezogenen Auszeichnungen und Preisen an Vereine, Verbände und Einzelpersonen, wie z.B. einzelnen Unternehmern, die sich in ihrer Region sozial engagierten, sei hier ein richtiger Weg. In Peer Steinbrück fanden die Teilnehmer der Gesprächsrunde einen Bundesminister, der sich Zeit zum Zuhören nahm, und dass ist in heutiger Zeit auch schon eine Anerkennung des Ehrenamts. Es wurde angeregt, die Gesprächsrunde in zwei Jahren zu wiederholen, um über Erfahrungen und Fortschritte zu sprechen.